Editorial

Je grösser desto besser?

von Emil Ch. Giezendanner
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Liebe Leserin, lieber Leser

Wenn in Kreisen des Tierschutzes etwa die schweren Kuhglocken kritisiert werden – eidgenössische Standardsprache Treicheln oder Trycheln in der Ur-schweiz – wie sie von den Kühen zu feierlichen Anlässen, zum Beispiel an Alpabzügen, getragen werden, frage ich mich schon, weshalb wir Modellflieger uns geduldig bieten lassen, dass die modernen RC-Sender infolge ihrer zunehmenden «Übergewichtigkeit» keine Menschenrechtskonventionen verletzen.

Wir schützen uns mit Tragriemen und gar ganzem Gurtenzeug oder Gstältli gegen das Einschneiden im Nacken. Einige Kollegen lassen sich gar so einschnüren, dass ihre Gurten mit ganz wenigen Ergänzungen problemlos der Sicherung bei gefährlichen Gletschertraversierungen dienen könnten. Moderne Technik? So ein Schmarren! Die Akkus sind sehr viel leichter geworden. Die Potenziometer werden durch leichte Sensoren abgelöst und die Miniaturisierung generell in der Elektronik machte in den letzten Jahren unglaubliche Fortschritte. Deshalb kann ich davon ausgehen, dass nicht die Ingenieure diese Riesengeräte entwickeln, sondern – wie überall – die Marketingabteilung.

Als Konsument und blutiger Laie forde-re ich eine Gegenbewegung – vom nie ausgelasteten «Modellflug-Super-PC» zum kleinen, leichten und handlichen «Modellflug-Tablet». Klein, bescheiden, aber oho!

Mit freundlichen Grüssen

Emil Ch. Giezendanner



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