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AVILOXX HighTec – Ortungssystem für «entflogene» Modellflugzeuge

von Manfred Dittmayer
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Wer von uns Modellfliegern hatte noch nie das Problem, entflogene Modelle wiederzufinden? Egal ob es sich um Notlandungen aus technischen, wetterbedingten Gründen oder einfach um Pilotenfehler handelte, die ja auch manchmal vorkommen können.


Suchaktionen in hochstehenden Maisfeldern hat von uns wohl schon jeder einmal erlebt. Fliegt man im alpinen Gelände, so kann es leicht passieren, dass Modelle ausser Sichtweite geraten. In beiden Fällen und mit etwas Glück kann es sein, dass Modelle nahezu unbeschädigt «selbstständig landen». Selbst bei einem Absturz eines Modells ist nicht zuletzt auch aus Umweltgründen eine Bergung des Modells zu versuchen. War es bisher nur möglich in einem begrenzten Raum und eher durch Zufall ein Modell wiederzufinden, so gibt es seit Kurzem eine exzellente einfach zu bedienende HighTec-Lösung aus Österreich namens AVILOXX.



AVILOXX

Die Funkübermittlung von Lande-Positions-Daten des Modells erfolgt auf mehreren Kanälen mit Frequenzhopping OHNE GSM und Internetabdeckung. Dies ist besonders im alpinen Gelände ein grosser Vorteil. Eine neue Funk-Technologie ermöglicht mit relativ geringer Sendeleistung beachtliche Reichweiten bis zu 20 km und mehr zu überbrücken.

Diese Technologie wurde entwickelt, weil aus eigener Erfahrung ein Flugmodell in der Thermik mit atemberaubendem Höhengewinn und nachfolgendem Sichtverlust verloren ging. Zum Glück konnte es zufällig nach einigen Tagen in kilometerweiter Entfernung zum Startpunkt unbeschädigt in einem Feld geborgen werden.


Das Ortungsverfahren

Im Modell befindet sich eine ca. 19 Gramm leichte Sendereinheit (man könnte auch sagen Black-Box). Sie besteht aus einem GPS-Empfänger und einem Microcomputer, der aus einem LiPo-Akku 3,7V/250 mAh (ca. 10 Std.) oder höher gespeist wird und aktiv die geografische Position sowie andere wichtige Daten übermittelt.


Und so funktioniert es

Der über den Sichtverlust unglückliche Pilot bekommt auf einem kleinen Empfänger mit gut ablesbarem Display den zugeordneten Namen des Modells, die Positionsdaten des Landepunktes, die Höhe, die Signalstärke und die Batteriespannung der Sendereinheit angezeigt.

Diese Daten werden auf ein Android-Smartphone/Android-Smartwatch OHNE Internet- und OHNE GSM-Anbindung in eine spezielle Kartensoftware via Bluetooth-Verbindung übertragen und zur Kartendarstellung sowie gesprochenen Anweisungen über Richtung und Entfernung vom eigenen Standort gebracht. Das heisst: Man sieht auf einem Android-Smartphone OHNE Internet- und Mobilfunk-Verbindung mit entsprechender Applikation die eigene Position und die des in unbekanntem Gelände gelandeten Modells. In einer Kartendarstellung mit Routing kann man sich dadurch besser im Gelände orientieren und bewegen.



in unbekanntem Gelände gelandeten Modells. In einer Kartendarstellung mit Routing kann man sich dadurch besser im Gelände orientieren und bewegen.


Erweiterte Vorgehensweise

Sollte wegen widriger Umstände (zu grosse Entfernung, extrem tiefes und enges Tal, Geländeabschattung etc.) dennoch kein direkter Funkkontakt zwischen dem verlorenen Modell und dem Piloten möglich sein, gibt es noch die Möglichkeit, mit einem weiteren Flugmodell, das einen Repeater (ca. 12 Gramm) mit Up- und Downlink zum Piloten an Bord hat. Dadurch wird die Radio-Sichtweite aus der Flughöhe auf ein Vielfaches erhöht und damit die Ortung auch in nicht einsehbarem Gelände ermöglicht.



Der Einbau:

Die im Flugmodell eingesetzte Sendereinheit ist mit einer eigenen Crash-Stromversorgung (1 Zelle LiPo 3,7 V/150 mAh) ausgerüstet und kann mit dem Bord-Akku verbunden und mechanisch geschützt eingebaut werden. Dies sichert die Stromversorgung des Senders. Die Antenne wird geradlinig und mit Abstand von elektrisch leitenden Teilen verlegt. Bei Kohlefaser-Rümpfen empfiehlt sich eine Durchführung nach aussen. Die Antennenlänge aller Geräte ist abgestimmt und darf nicht verändert werden. Der Betrieb ist in allen EU-Ländern bewilligungs- und kostenfrei.



Das Ortungssystem besteht aus folgenden Komponenten:

  • Sendereinheit mit GPS (im Flugmodell) mit Eigenstromversorgung mit Über- und Tiefentladeschutz
  • Empfängereinheit mit Display und Bluetooth (am Piloten) mit Eigenstromversorgung mit Über- und Tiefentladeschutz
  • Repeater, optional (im «Repeaterflugmodell») für grosse Entfernungen oder nicht einsehbares Gelände mit Eigenstromversorgung mit Über- und Tiefentladeschutz

Für den Betrieb benötigte Teile:

AVILOXX – GPS-Sendereinheit
AVILOXX – Repeater (optional)
AVILOXX – Empfängereinheit mit Bluetooth und Display
Smartphone/Smart-Watch Android ab 4.1 mit Speicherkarte
Kartensoftware mit genauer Landepunktdarstellung, Streckenaufzeichnung und Routing oder Listen-Darstellungs-App.


Mein Fazit

Es ist erstaunlich, was mit moderner Technik alles möglich ist. Besonders für unsere wertvollen Modelle kann sich der Einsatz von AVILOXX lohnen. Nicht zuletzt ist bei Verwendung von Lipo-Akkus ein Auffinden des Modells schon aus Umweltgründen ratsam.

Weitere Informationen und Bezugsquellennachweis unter: aviloxx@gmx.at




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