Geschichte

1. Nationaler CO2-Wettbewerb Frauenfeld

von W. Heise
11
1. Nationaler CO2-Wettbewerb Frauenfeld

Veranstalter: MG Furttal

Die Idee, einen CO2-Wettbewerb durchzuführen, entstand am 1. Freifliegerstamm vom 22. Mai im Restaurant Kantine Brunau in Zürich. Schon öfters wurden nach dem Wurfgleiter-Wettbewerb CO2-Modelle durchgeführt. Im Ausland sind dies schon längst bekannte Wettbewerbe. Warum sollten wir nicht auch einmal den Versuch wagen?

Wir beschlossen ein provisorisches Reglement wie folgt:

Pro Teilnehmer ein Modell. Nur Einzylindermotoren in Originalausführung. Drei Flüge mit unbegrenzter Zeit.

Damit nicht Super-Thermikflüge entstanden, wurde erst um 16 Uhr begonnen. Ein zaghafter Anfang mit sieben Teilnehmern darf nicht als schlechtes Omen angesehen werden, denn die Veröffentlichungen eines Bauplanes für CO2-Modelle geschah erst in der Juni-Nummer der Aero-Revue. Die Modellbaugeschäfte führen nur selten CO2-Motoren, so ist es verständlich, dass noch viel Arbeit für die breite Modellfliegerschicht vor uns liegt.


Was gab es zu sehen?

Flugmodelle mit einer Flügelspannweite von 20 bis 106 cm. Motoren: Shark, und Telco, England; Brown, USA; Modela Tschechoslowakei. Die Motorlaufzeiten waren sehr unterschiedlich von 15 bis 70 Sekunden. Bald zeigte sich auch, dass die herkömmlichen Füller mit den kleinen Haushaltpatronen für Rahmbläser unwirtschaftlich und zu teuer sind. CO2-Flaschen für ca. 150 Füllungen kann man in Apotheken für ca. Fr. 35.— kaufen; eine Nachfüllung kostet Fr. 4.—.

Oder man kann grosse CO2-Flaschen mieten (Carba-Gas, Zürich). Erstere Methode wurde bereits in MFS Nr. 2/79 vorgestellt. Eine ganz empfindliche Stelle zeigte sich bei der Verbindung Motor-Tank mit den dünnen Kupferröhrchen. Die Firma Humbrol erkannte dieses Problem und entwickelte einen Motor mit integriertem Tank. Allerdings sind noch Kinderkrankheiten vorhanden, und ich kann ihn vorläufig nicht empfehlen. Der momentan stärkste Motor auf dem Markt ist der tschechische Modela mit ca. 0,3 ccm. Ich konstruierte dazu das Modell «Cyclon» mit einer Flügelspannweite von 106 cm und einem Gewicht von 90 g. Die Steigflughöhe beträgt ca. 30 Me-

ter. Bei 10 durchgeführten Flügen am Abend betrug die Durchschnittsflugzeit 81,2 Sekunden. Bei einem Probeflug am Wettbewerb gelang mir ein 10-Minuten-Thermikflug, was René Butty auszunützen wusste. Es startete unter meinem Modell, und es gelang ihm der beste Flug des Wettbewerbes mit 222 Sekunden, der ihm zum Siege reichte. Die Gipsy-Modelle, Spannweite 60 cm, erreichten 60–70 Sekunden. Im grossen und ganzen war es wirklich ein Erfahrungswettbewerb. Mit der Wettbewerbsformel sind natürlich die schönen

Scale-Modelle verschwunden. Es wurden reine Zweckmodelle eingesetzt.

Die drei von Modell-Flugsport gestifteten Zinnbecher fanden unter Applaus ihre Abnehmer. Vielleicht bist Du nächstes Jahr auch dabei, denn die MG Furttal veranstaltet noch in diesem Jahr einen Baukurs für CO2-Modelle. Der Materialpreis inkl. Motor beträgt ca. Fr. 65.—. Wer Interesse hat, schreibt eine Postkarte an MG Furttal, W. Heise, Guggimoos 437, 5425 Schneisingen. W. Heise


Rangliste
1. René ButtyMG Dietikon345"
2. Werner HeiseMG Furttal241"
3. François TapernouxMG Dübendorf168"
4. Hanno PfeifferMG Zürich143"
5. Thomas UrbanMG Dübendorf134"
6. Moritz HänsliMG Furttal99"
7. Kurt StrasserMG Furttal97"


9. «Coupe Suisse» für Wurfgleiter


Rangliste Kat. Damen (um die Weisse Amsel)
1. Regula Siebenmann322

Rangliste Kat. Junioren
1. Franz RehorNW200
2. Francis StuckiWN188

Rangliste Kat. Allgemein (Wanderpreis «Coupe Suisse»)
1. Rene ButtyDK541
2. François TapernouxDU414
3. Thomas UrbanDU407
4. Dieter SiebenmannDU393
5. Günther StössFL309
6. Moritz HänsliFL214
7. Willi StuckiWN213
8. Bernhard WägerAF205
9. Henri TlapaAF204
10. Theodor MeierFL203
11. Franz RehorNW200
12. Markus Reimann195
13. Francis StuckiWN188
14. Fritz HallerAF165
15. Kurt StrasserFL107



Alle Kategorien anzeigen →

AKTUELL

Sortieren Nach:
Weitere Beiträge →



An error has occurred. This application may no longer respond until reloaded. Reload 🗙