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RC Segler DIONYS

von Oskar Itel
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Seit Jahren suchte ich nach einem Modell welches in der Grösse zwischen AMIGO und den vielen 3 m Seglern liegt, das sich universell für Hang und Hochstart sowie für das Motorsegeln einsetzen lässt. Bis ich den PIVIERE von Simprop fand. Dieses Modell fand jedoch im Handel nicht den erhofften Erfolg, was dazu führte, dass es nach nur zwei Jahren wieder aus dem Programm genommen wurde. Der Grund dafür lag bestimmt am schlechten Material des Rumpfes und dem sonstigen Plastikzubehör.


Nach einigem Zögern entschloss ich mich, den Baukasten zu kaufen. Das Modell änderte ich jedoch bis es meinen Vorstellungen entsprach. Rumpf und Seitenleitwerk wurden geändert und vereinfacht, die Flächen etwas vergrössert. Daraus ergaben sich folgende Daten:

Spannweite 254 cm
Rumpflänge 123 cm

Fluggewicht ca. 1300—1500 g je nach Bauart und der Steuerung. Wer sein gekauftes Holz optimal ausnützen will, kann die beiden Tragflügelteile um je eine Rippe, also um ca. 19 cm vergrössern, ohne das Höhenleitwerk vergrössern zu müssen, da dieses ohnehin etwas überdimensioniert ist.


Bauanleitung

Rumpf: Da der Rumpf als Fertigteil bezogen werden kann, beschränken sich die Arbeiten im wesentlichen auf die Einbauten und das Seitenleitwerk. Als erstes giessen wir mit Araldit 100 g Bleischrot in die Rumpfspitze. Dann messen wir den nötigen Platz aus, den wir brauchen um Batterie und Empfänger zu platzieren und konstruieren die Servobefestigung als Längsspannt, wie sie bei Kunststoffrümpfen allgemein üblich ist. Dann bauen wir das

Seitenleitwerk bis und mit Hartgrundlackierung und montiertem Ruderhorn. Dieses leimen wir in den Rumpfausschnitt und fixieren es mit Abdeckband an dem Seitenleitwerkansatz. Dadurch ist eine richtige Montage gewährleistet. Dann richten wir das Steuergestänge. (Balsa 5 x 5 mm).

Für das Höhenruder wird hinten am Rumpf ein Loch von ca. 10 mm gebohrt und nach eigenem Ermessen ausgefeilt, so dass das Gestänge nirgends anstehen kann. Zwischen Höhenleitwerk und Rumpf werden zwei Tesamollstreifen geklebt. Der Grat und der leichte Anzug der Leitwerksauflage, welcher für die Rumpferstellung unerlässlich ist, wird also nicht weggefeilt. (Ausgenommen störende Gräte).

Erst wenn die Gestänge passen, kleben wir die Flügelauflage (4+5) an. Diese dienen auch zur Rumpfverstärkung. Gleichzeitig kleben wir auch die Dübel für die Flügelbefestigung ein.

Die Kabinenhaube kann mit der Laubsäge ausgesägt werden falls sie auf dem Gestänge oder den Servos aufsteht. Die Befestigung der Haube sei jedem Erbauer dieses Modells freigestellt.

Alle Leimverbindungen mit dem Rumpf sind mit Araldit auszuführen.

Tragflächen: Zuerst werden die Messingrohre (50) mit Araldit in den Hauptholm (36) geleimt und die Sperrholzverstärkungen (47+48) angebracht. Nach dem Einschneiden der Endleisten und der Hauptholme wird die untere Beplankung mit dem Hauptholm verleimt. Dann setzen wir die Rippen ein, verleimen sie jedoch nur mit dem Hauptholm und gleichzeitig mit der Endleiste. (Nicht mit der Beplankung verkleben). Wir bringen an der Nasenleiste die notwendige Schräge an, (mit Hobel oder Schleifpapier) verkleben diese mit den Rippen und lassen die Leimstellen gut trocknen. Erst dann wird zwischen Rippen und untere Beplankung sowie der jetzigen Schrägseite der Nasenleiste Leim angegeben. Mit Abdeckband oder sonstigem Klebband wird dann die untere Beplankung an die Nasenleiste geheftet. Als nächstes hobeln wir die Nasenleiste oben schräg, so dass sie mit den Rippen bündig wird und bringen dann die obere Beplankung an. Diese heften wir ebenfalls mit Klebband um die Nasenleiste sowie an den Hauptholm und an die untere Beplankung. Nach dem Anheften der oberen Beplankung werden die Flügelhälften auf einer ebenen Fläche bei der Endleiste und auf Höhe des Hauptholmes beschwert, damit sich ein eventueller Verzug noch vor dem Antrocknen des Leimes selbst ausgleicht. Das ist bei dieser Bauweise ein Vorteil im Gegensatz zur üblichen Stecknadelheftung. Dabei fallen die diversen Löcher, welche durch Nadelstiche entstehen, dahin. Auf die gleiche Art werden die Aussenflügel gebaut, wobei es nicht notwendig ist, eine Schränkung anzubringen. Beim Zusammensetzen der beiden Flügelhälften werden aus übriggebliebenem 5 mm Balsaholz die im Plan nicht nummerierten Füllstücke angepasst und verleimt.



Höhenleitwerk: Beim Höhenleitwerk achten wir darauf, dass wir für alle Teile leichtes Holz verwenden. Das Höhenruder wird aus 8 mm Balsa ausgeschnitten und in die gewünschte Form geschliffen.

Bespannen: Bei Papier- oder Seidebespannung soll das Holz zuerst 1x mit Hartgrund gestrichen und anschliessend mit 220er Schleifpapier leicht überschleift werden.
Monokote klebt besser auf nicht lackiertem Holz.

Einfliegen: Wenn das Modell gut ausgewogen ist, dürfte das Einfliegen problemlos sein. Trotzdem sollten wir einen ruhigen Tag aussuchen. Stellt Ihr Modell gegen den Wind etwas zuviel an, so möchte ich Ihnen empfehlen, beim Höhenleitwerk vorn etwa 1 mm zu unterlegen bevor sie mehr Blei eingiessen.

Ich hoffe, dass Sie ebenso begeistert sind von diesem Modell wie meine Freunde und ich.



Stückliste zu Segler Dionys
TeilBenennungAnzahlMaterialStärke
1Polyesterrumpf
2Polyester-Kabinenhaube
3Dübel2Buche6 mm
4—5Flügelauflage
(Rumpfverstärkung)
Sperrholz0,8 mm
6—7SeitenleitwerkBalsa5 mm
20Grundrippen2Sperrholz3 mm
21Rippen4Balsa2 mm
21Rippen2Sperrholz2 mm
22Rippen2Balsa2 mm
23Rippen8Balsa2 mm
24Rippen20Balsa2 mm
25Rippen4Balsa2 mm
26—33Rippenje 2Balsa2 mm
34—35Holmeje 2Balsa10 x 15 mm
36—37Holmeje 2Balsa5 x 25
bzw. 5 x 20 + 5 x 5 mm
38—39Endleistenje 2Balsa7 x 28 mm
40Verstärkungen2Sperrholz0,8 mm
41Endklötze2Balsa8 mm
42—46Beplankungenje 4Balsa1,5 mm hart
47—48Holmverstärkungenje 4Sperrholz0,8 mm
49 + 52Stahldraht4 mm5 x 4,2 mm
60 + 51Messingrohr4 x 10 cm0,8 mm
53je nach Variante2Sperrholz2 mm
54Rippen4Balsa2 mm
55Rippen12Balsa6 x 6 mm
56Holm1Balsa3 x 12 + 1,5 mm
57Holm1Balsaaufleimer
58Holm1Balsa8 x 13 mm
59Höhenruder1Balsa8 mm leicht
60Beplankungen2Balsa1,5 mm leicht
61Beplankungen2Balsa1,5 mm leicht
62Endklötze2Balsa5 mm

Zubehör: Scharniere, Gestänge, Ruderhörner evtl. Kugelgelenk für Höhensteuer und Bespannmateriel. Bleischrot ca. 100 max. 150 g.


Zusammenstellung für den Materialeinkauf
Rumpf mit Kabinenhaube
ca. 10 dm2 Sperrholz 0,8 mm4, 5, 40, 47, 48, 53
ca. 2 dm2 Sperrholz 2 mm21
ca. 2 dm2 Sperrholz 3 mm20
5 Balsa 2 mm hart für alle Rippen21—33 54—55
7 Balsa 1,5 mm mittel für Beplankungen42, 43, 44, 45, 46
1 Balsa 1,5 mm leicht für Beplankungen60, 61
1 Balsa 5 mm mittel6, 7, 62
1 Balsa 8 mm leicht59, 41
3 Balsa holme 6 x 6 mittel56, + Steuergestänge
3 Balsa holme 10 x 15 mittel34, 35
3 Balsa holme 5 x 25 hart evtl. (5 x 20 + 5 x 5)36, 37
1 Balsa holm 3 x 12 leicht57
1 Balsa holm 8 x 13 leicht58
3 Balsa endleisten 7 x 28 hart38, 39
1 Buchenrundstab 6 mm3
1 Messingrohr 5 x 4,2 mm50, 51
1 Stahldraht 4 mm49, 52
1 Ruderhorn
1 Kugelgelenk (Graupner 3747)
(Ersatz-Gabelanschluss 3525)
2 Ruderhebel mit min. 20 cm langem Stahldraht
2 Ruderhebel mit kurzem Stahldraht
6 Scharniere
Bespannmateriel
Empfehlenswert ist Papierbespannung,
Monokote ist festigkeitsmässig möglich.
ca. 150 g Bleischrot(In die Rumpfspitze eingiessen)
Gummibänder 100 mm breit(Flächenbefestigung)
Gummibänder 60 mm schmal(Leitwerksbefestigung)



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