Sport

F3B-WORLDCUP, SM UND EUROTOUR

von Rudolf Schaub
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Schon zum 11. Mal durften wir Gastrecht auf dem Flugplatz Binningen (D) nahe Thayngen in Anspruch nehmen; zwei Mal mussten wir den Event ausfallen lassen (Covid und überschwemmter Flugplatz).


Auch dieses Jahr haben wir die Tücken des Rietgeländes erfahren. Die Fallschirmrückholer mussten in Ostrichtung, in die wir meist starteten, einen 30 m breiten Bereich mit knöcheltiefem Wasser durchwaten. Eine Landung darin beim Ausflug im Streckenflug war nicht ratsam. Organisiert wurde der Wettbewerb von Schweizer F3B-Piloten, von denen leider nur noch 8 übrig sind.

Grosser Dank gebietet sich den vielen dazu benötigten Helfern aus verschiedenen Modellfluggruppen, wie Diessenhofen, Mörsburg, Altstätten, Weinfelden.

Zum Teil sind sie schon mehrere Jahre dabei und ohne deren Mithilfe könnten wir den Anlass vergessen.

Leider nahm die Anzahl F3B-Piloten über die letzten Jahre in Europa kontinuierlich ab. So fehlen die Teilnehmer aus Italien, Frankreich, Belgien, Spanien, Grossbritannien und Norwegen in den letzten Jahren an Wettbewerben. Wogegen Dänemark wieder dazugestossen ist. Das Hauptkontingent stellt nach wie vor Deutschland mit ca. 80 aktiven Piloten. Durch die Verschiebung des Anlasses auf Anfang April und damit als F3B-Saisonöffnung gelang es uns, die Teilnehmerzahl wieder zu vergrößern und wir durften 42 Piloten aus der Schweiz, Deutschland, Österreich, Holland und Tschechien begrüßen.

Das Wetter an diesem Wochenende war zweigeteilt; am Samstag Sonnenschein mit schon fast sommerlichen Temperaturen, was uns erlaubte, zwei volle Durchgänge und eine Disziplin zu fliegen.

Der Sonntagmorgen empfing uns mit Regen und 10 °C kühleren Temperaturen. In den regenfreien Perioden gelangen dann noch drei Disziplinen und mit den total 10 Flügen waren wohl die meisten Teilnehmer zufrieden.


Modellseitig werden nur 4 käufliche Produkte eingesetzt:

– Freestyler 5, 6 und der neue 7er, designed von Andreas Herrig, hergestellt von Petr Fusek und vertrieben von TUD-Modelltechnik.
– Precision 2, hergestellt von Samba Model.

  • Device von Weberschock Developement.
  • Gonzo, Herstellung und Verkauf Aero Sport Becker.

Als Ausnahme ist noch das von Münchner Piloten entwickelte, nicht käufliche Modell Gadget zu erwähnen.

Der Freestyler ist das einzige Modell, bei dem der Hersteller noch Optimierungsversuche unternimmt. Mir scheint aber die Entwicklung ziemlich ausgereizt. F3B-Modelle werden auch für F3G (F3B mit Elektromotor) und für F3F (Hangracing) eingesetzt. Bei F3F drängen allerdings neue Spezialmodelle auf den Markt, aber auch dort werden die Freestyler sehr häufig eingesetzt.


Auszug aus der Rangliste:
  1. Andreas Böhlen, SUI, Freestyler 6 und 7
  2. Thomas Kübler, SUI, Freestyler 7

Dieser famose Doppelsieg von 2 Schweizern ist einmalig in der Geschichte des F3B-Worldcups.

  1. Jürgen Pölzl, Österreich, Precision 2
  2. Gerhard Fliexer, Österreich, Precision 2
  3. Björn Schlothmann, Deutschland, Gonzo
  4. Karl Hinsch, Deutschland, Device
  5. Roland Hofmann, SUI, Precision 2

16. Olav Geesing, SUI, Freestyler 6
28. Hansruedi Zwingli, SUI, Freestyler 6

Wegen eines unglücklichen Unfalles am Freitagabend konnte der Seriensieger und Weltmeister Andreas Herrig nicht teilnehmen. Er wollte das Modell aus der Luft fangen und ist dabei gestürzt. Wir wünschen ihm eine schnelle Heilung des Oberarmbruches.




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