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NOS-EHRENMITGLIEDER TRAFEN SICH

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Niemand kann von Ehre leben. Die, die geehrt haben, wollen die Sache bzw. die Person eher loswerden, und die Geehrten finden sich zum Schweigen verpflichtet. Diese (vereins-)politische Korrektheit muss überwunden werden; denn sie ist oftmals heuchlerisch und verbannt nicht selten wichtige Erfahrungen auf den Schrotthaufen der Geschichte.


Von den sieben Ehrenmitgliedern des NOS ist einer ausgewandert. Sich nicht nur an den jährlichen Versammlungen, sondern auch einmal ausserhalb von Traktandenlisten zu treffen, war ein Ziel, das die sechs Kollegen kürzlich realisiert haben. Sie trafen sich beim NOS-Ehrenmitglied und Segelflugzeugrestaurator Willy Fahrni in Wald. Die alten mantragenden Segelflugzeuge erscheinen uns Laien als «Kunstwerke unserer Vorfahren». Das sind sie auch. Aber der Restaurator sieht ins Innere der Flugapparate und muss oftmals hart eingreifen. Da geht es von eigentlichen Fehlkonstruktionen bis hin zu unsachlich ausgeführten Reparaturen. Ganz schlimm sind die Schäden aus unsachgemäßer Lagerung etwa in Ställen oder feuchten Gebäuden. Auch Mäuse scheinen die alten Holz- und Leinwandgebilde zu lieben. Dass bei den Reparatur- und Überholungsarbeiten – neben verschiedensten Hölzern, Metall und Leim – auch aus dem Modellflug bekannte Materialien verwendet werden, ist heute nicht undenkbar. Gerade zum Ersatz verfallener, komplizierter Holzformen erstellt Willy Fahrni Formen aus Kunststoffen und ersetzt damit Rumpf- und Flügelpartien. Ganz mühsam ist die Überholung von Metallteilen. Mit speziellen Methoden müssen sie gereinigt und neu lackiert werden – das einfache Sandstrahlen sei nicht erlaubt. Teilweise müssen Beschläge und mechanische Einrichtungen einzeln neu hergestellt werden. Das alles erklärte uns Willy mit eindrucklichen Bildern auf seinem PC. Am in voller Arbeit stehenden Flügel zeigte er uns die aufwendigen Arbeiten vom Sanieren der filigranen Holzkonstruktion bis zu all den Tricks zur Bespannung mit Baumwolle und Spannlack. Willy gelang es, seine grosse Begeisterung und riesige Erfahrung auf uns zu übertragen. Dies gelang ihm umso mehr, als die Anwesenden selber – jedoch mit Flugmodellbau – einen grossen Teil ihrer Freizeit füllen. Willy Fahrni war einmal ein herausragender Modellflieger. Zusammen mit seinem Bruder wurden die grossen Sperrholzvögel und später modernen Freiflugsegler gebaut und erfolgreich geflogen. Als Mitglied des NOS-Vorstandes führte er eine Europameisterschaft für Magnet-Segler (F1E) auf Melchsee-Frutt durch. Perfekt organisiert. Viele Jahre lang war er zudem Obmann (heute Präsident) der MG Wetzikon (heute Hinwil). Damals wohl einzigartig war die von ihm geleitete Asphaltierung des Feldweges. Die mantragende Segelfliegerei konnte er während all dieser Aktivitäten nie weglassen.


Nachdem unsere Körblein mit sehr viel spannender Information reichlich gefüllt waren, trafen wir uns im Tösstal zur Stillung von Hunger und Durst.


GZ




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