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7. Cupfliegen in Winterthur

von W. Heise
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Punkt 10.00 Uhr eröffnete Claudio Menotti das diesjährige schon zur Tradition gewordene Cupfliegen auf dem Segelflugplatz Hegmatten. Von den 35 gemeldeten Konkurrenten erschienen 31 am Start. Bei sehr frühlingshafter Witterung mit Temperaturen bis 18° war das Wetter äusserst ideal.


Die ersten drei Durchgänge wurden als normaler Wettbewerb in fünfer- und vierer-Start-Gruppen durchgeführt. Für den Nicht-eingeweihten eine kurze Erklärung: Nach drei Flügen können die Zeitbesten der ersten Hälfte am Cup teilnehmen, während der Rest zu einem Trostturnier startet. Hier werden fünf Flüge gewertet. Von den vier Vierergruppen scheidet je der Zeitschlechteste aus. Das ergab dann 12. Beim 6. Durchgang 8; 7. Durchgang 4. Die letzten Vier kämpften um die Plätze eins bis vier. Gerade der 6. Durchgang war der spannendste, da nach den Flugzeiten 65 sec., 60 sec., 60 sec. noch ein Konkurrent ausgeschieden werden musste. Es brauchte zwei Wiederholungen.


Für den Final reichte es diesmal Haller, Dintikon und Brennwald, Männedorf. Bei diesem letzten Flug der Konkurrenz verblüffte Haller mit einem enormen «Schletzflug». Sein Modell stieg nach dem Ausklinken mindestens noch fünf Meter und ging ohne Pumpen in einen sauberen Gleitflug über. Er erreichte die Maximalzeit von zwei Minuten, denn es wurde mit 30-Meter-Schnur gestartet.


Technischer Bericht

Man kann die Theorie nie mit der Praxis vergleichen. So hätte z. B. sicher keiner geglaubt, dass zwei Kö C-Modelle (genannt Schindel) bis zum 2. und 4. Rang vorstiessen. Wer grosse Kreise flog, konnte die schwache Thermik am besten ausnutzen. Der eindrucklichste Vergleichsflug war wohl derjenige vom Vorjahressieger Viktor Burtscher. Er besass ein A2-Modell nach den neuesten Erkenntnissen. Doppeltrapezflügel. Das Flügelprofil war aus dem vollen Balsaholz herausgeschliffen. An den Flügeln «eingebauter Verzug», um die Thermikeigenschaften auszunutzen. Sein Modell flog nach dem Ausklinken geradeaus, bis es nach ca. 100 Metern in einem Schlauch zu kreisen anfieng. Während die andern drei Modelle dieser Serie schon nach 60—70 Sekunden am Boden waren, war das genannte Modell nach zwei Minuten noch auf 40 Meter Höhe.

Dank des reibungslosen Ablaufes konnte der Wettbewerb um 14.00 Uhr schon abgeschlossen werden. Als Preise winkten den vier Finalisten je ein schöner Silberteller. Der Gruppe Winterthur ein herzliches Dankeswort für die gute Organisation und eins an die disziplinierten Teilnehmer.

W. Heise




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