Editorial

Editorial zur Übergabe der Zeitschrift an einen Verlag

von Emil Giezendanner
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Wie Sie dem Impressum entnehmen können, haben sich Redaktion und Regionalvorstand entschlossen, die Zeitschrift in einen renomierten Verlag zu geben. Nicht etwa, weil wir mit dem bisherigen Drucker nicht zufrieden gewesen wären, sondern weil die ganze Verlagsarbeit (Inserate, Abonnements, Inkasso etc.) ein Ausmass angenommen hat, wie es von einem reinen Amateurunternehmen ganz einfach nicht mehr länger hätte verkraftet werden können. Wir sind überzeugt, dass wir mit der jetzigen Lösung den richtigen Weg eingeschlagen haben.


Die ganze Administration wird vom Verlag übernommen, während die Redaktion in den Händen der Region 5 bleibt. Wir müssen dabei klar sehen, dass MFS nun zu einem Unternehmen geworden ist, dass im Endeffekt auch kaufmännisch aufgehen muss, d. h. für die Region 5 sollen keine zusätzlichen Kosten entstehen, und der Verlag muss für seine grosse Arbeit (ausser den Druckkosten) den entsprechenden Lohn beziehen können. Bisher war das Ganze ausserordentlich idealistisch aufgebaut, geführt und verwaltet worden. Die Zukunft wird ein Kompromiss zwischen kaufmännischem und idealistischem Denken sein. Dafür soll alles funktionstüchtiger werden und auf kräftigeren Füssen stehen. Zeitschriften herausbringen ist ein ausserordentlich hartes Geschäft. Das ist mir in den letzten Jahren eindrucklich demonstriert worden. Gute Ideen, Initiative und idealistische Mitarbeit aus den Kreisen unserer Modellflieger genügen auf die Dauer eben nicht, wenn nicht die nötige kaufmännische Führung vorhanden ist - etwas, was mir übrigens völlig abgeht. Ich möchte an dieser Stelle allen für ihre wertvolle Mitarbeit - auch für noch so kleine Dinge - recht herzlich danken. Besonders für die erstaunliche Unterstützung und das grosse Vertrauen, wie ich es immer wieder vom Regionalvorstand und von den Gruppenobmännern erfahren darf. Modell-Flugsport braucht Euch alle weiterhin. Eure Mitarbeit, Eure Ideen und Hinweise und nicht zuletzt auch Eure ideelle Unterstützung. Ich hoffe, dass die grosse Entlastung, die mir die neue Lösung bringen wird, Kräfte frei macht für redaktionelles Schaffen, vor allem für den Aufbau eines gut funktionierenden Redaktionsteams, das dafür sorgen soll, dass MFS nicht einseitig, sondern möglichst vielfältig und offen bleibt. Auch kritische Stimmen dürfen in Zukunft nicht fehlen.

Mit freundlichen Grüssen

Emil Giezendanner



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