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32. Alpines Modellfluglager Hahnenmoos

von Andreas Dauwalder
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«Schreibst du den Bericht über das 32. Jugendlager?» – «Ja, klar mache ich das.» Zugegeben: Es freut mich ja auch, dass ich angefragt werde und dass die Berichterstattung gelesen wird – das zeigen mir die erfreulich zahlreichen Rückmeldungen.


Nur: Wie soll ich den Bericht aufbauen, damit es nicht immer gleich klingt?

Soll ich schreiben, wie motiviert die 22 Jugendlichen auch im 32. Jugendlager waren, wie intensiv sie «den Luftraum belegt» haben, wie spielerisch sie mit ihren Fluggeräten umgegangen sind, wie dabei immer wieder neue Spielformen entstanden sind, welche Kreativität dabei ausgelebt wurde, wie viel unbändige Freude sichtbar und hörbar war? Mehrmals habe ich in meinen Berichten erwähnt, welchen wichtigen Beitrag die Nuris bei diesem Spiel mit dem Fluggerät in der Natur zusammen mit Kollegen leisten – soll diese Bemerkung



auch im Bericht 2024 Platz finden?

Soll ich es wagen, die Flut von Schaummodellen mit E-Motor anzusprechen? Ist es sinnvoll, über die Folgen der unnötig mitgeschleppten Masse in Form von E-Motor und Antriebsakku zu berichten, dass dadurch immer wieder Rumpfnasen abbrechen, dass dieser Schaden fast täglich mehrmals aufgetaucht ist und durch das sehr motivierte und geduldige Leiterteam repariert worden ist? Ist es erlaubt, zu schreiben, dass ganz viele Jugendliche gut beraten wären, auch einmal einen über zwei Achsen gesteuerten Leichtwindsegler mit dem nötigen Feingefühl zu steuern – und dies auch bei schwachen Verhältnissen?

Soll ich beschreiben, welche Beobachtungen ich gemacht habe, wenn die Lagerteilnehmer



mer offensichtlich mehrheitlich zum ersten Mal einen Balsahobel benützt haben? Ist es erwähnenswert, dass die jungen Modellbauer beim Einfiegen der Balsagleiter durch das Leiterteam sehr gut begleitet wurden, dass man ohne diese sorgfältige Begleitung nicht so viele tolle Freiflüge hätte bestaunen können?

Oder ist gar die eindruckliche Umgebung auf dem Hahnenmoospass einmal mehr eine Erwähnung wert oder vielleicht all die hautnah erlebten markanten Wetterwechsel? Oder soll ich die durch einzelne La-



  • 1 «Chömet dir ändlech!» – Auf dem Weg zur Startstelle «Bänkli».
  • 2 Und schon geht's los!
  • 3 Einführung in den Gleiterbau.
  • 4 Mit einem Plan arbeiten.
  • 5 6 Kreative Jungs.
  • 7 Spektakel wird vorbereitet.
  • 8 Fliegt er wohl?
  • 9 Erste Korrekturen.
  • 10 Volle Konzentration beim Gleiterwettbewerb.
  • 11 12 Ausflug zum «Luegli».
  • 13 14 Schlussabend: Rangverkündigung.


geworden – ist dies Ausdruck des Bedauerns, dass das Lager zu Ende geht, oder bereits die Vorfreude auf das Lager im nächsten Jahr?

Fragen über Fragen – welche Wahl soll ich treffen? Schwierig! Liebe Leserinnen und

Leser: Wählt doch die für euch wichtigen Fragen aus und gebt die Antworten selbst – vielleicht helfen die Bilder dabei!


Drei Punkte beschreibe ich ganz sicher, auch wenn es sich teilweise um eine Wiederholung handelt:

1) Die Jugendlichen waren im 32. Lager sehr motiviert und «pflegeleicht»; das Modellfliegen und die Kameradschaft standen eindeutig im Vordergrund – das ist nicht selbstverständlich! Das weckt die Vorfreude auf das Lager im Jahr 2025, werden
doch etliche Lagerteilnehmer in diesem Jahr wieder dabei sein – das ist sehr schön!
2) Ein Jugendlager in einen Hotelbetrieb zu integrieren, ist nicht sehr einfach; das gelingt nur dank sehr viel Verständnis seitens des Hahnenmoos-Teams und auch seitens der Gäste. Meine Beobachtungen zeigen sogar noch mehr: Der lebendige Betrieb, den die Jugendlichen auf das Hahnenmoos brachten, wurde sowohl vom Hotelpersonal wie auch von den meisten modellfliegenden Gästen sehr geschätzt! Einigen Modellfliegern scheint immer deutlicher bewusst zu werden, dass das Jugendlager für dringend nötigen Modellfliegersnachwuchs sorgt! Mehr noch: Es ist die einzige


Gruppierung auf dem Hahnenmoos während der Lagerwoche, welche das Durchschnittsalter deutlich drückt! Dieser Anlass ist demnach unter anderem für die ganze Modellsegelfliegerei überlebenswichtig – so denke ich jedenfalls.

3) Es ist beileibe keine Selbstverständlichkeit, dass sich Modellflugkollegen, teilweise mit ihren Familien, in den Dienst des Lagers stellen, und dies immer wieder seit vielen Jahren. Für die Lagerleitung ist es nicht einfach eine Ferienwoche: Man trägt Verantwortung für ca. 20 Jugendliche. Und es erfordert auch sehr viel Geduld, auch wenn die lebendige Schar viel Spass macht!



Nun, mein Schlusssatz bleibt jedes Jahr derselbe, weil mir nichts Schlaues einfällt: Ich freue mich schon jetzt auf die Lagerwoche 2025 mit all den schönen Begegnungen und Erlebnissen!

Bist du am Lager interessiert? Unter www.alpines.ch findest du die Anmeldeunterlagen für
das Lager 2025. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt – es hat bereits recht viele Interessentinnen und Interessenten!

Das Lager findet vom 19. bis 26. Juli 2025 statt.

Fotos: Ruedi Steinle, Sandro Bosshard, Christof Zurbrugg, Beat Hofmann




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