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TELL RC-Trainingsmodell 6,5-10 ccm

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RC-Schulterdecker TELL besticht mit seiner eleganten Linienführung.


Keine Angst, ich erzähle Ihnen hier nicht die Geschichte unseres Nationalhelden Wilhelm Tell. Andererseits könnte ich mir zumindest vorstellen, dass in Kreisen der Modellbauer in nächster Zukunft dieses RC-Trainingsmodell ähnliche Berühmtheit erlangt.

Dieses Modell ist mit einer Spannweite von 152 cm genau das richtige Modell für Mehrkanalneulinge. Bestückt man den Tell mit einem 6,5 ccm-Motor, erhält man ein gutmütiges Modell. Bodenstarts sind bei entsprechender Piste, auch Rasen, problemlos. Der Tell mit Seitenruder gesteuert eignet sich sogar für RC-Neulinge. Allein mit Seitenruder ist der Tell sehr würdig und rassig zu fliegen. Einfacher Kunstflug wie Loopings, Turns, Rückenflug sind ohne weiteres möglich.

Für den geübten RC-Piloten empfiehlt es sich einen 10 ccm Motor einzubauen. Mit diesem Motor bestückt und mit Querrudern belegt erhält man ein rasanten Kunstflugmodell.

Als Trainingsmodell für das Nationale Kunstflugprogramm eignet sich der Tell hervorragend. In den Figuren lässt sich der Tell ausgezeichnet steuern. Dank seiner optisch sehr flüssigen Linienführung können mit diesem Modell, besonders im Kunstflugtraining, die Figuren bis ins Detail geübt werden. Die Flugeigenschaften im Schnell- oder Langsamflug sind hervorragend. Für die Landungen kann das Modell völlig durchgezogen aufgesetzt werden.


Konstruktion:

Der Tell ist ein Schulterdecker-Typ, konstruiert und hergestellt von MKT-Modellbau Gebr. Schaub & Co. Nicht nur dem Namen nach ein Schweizer Modell, sondern gesamthaft, was nicht zuletzt in seiner Ausführung und Qualität des Baukastens zur Geltung kommt. Beim Tell handelt es sich übrigens um einen Superschnellbaukasten, der diese Bezeichnung auch verdient, denn die Bauzeit beträgt tatsächlich nur wenige Stunden und stellt auch für ungeübte Modellbauer keine Probleme.

Der Rumpf ist in der berühmt bewährten MKT GFK Bauweise gefertigt. Das Seitenleitwerk inkl. Ruder ist angeformt.

Die Kabinenhaube, die gleichzeitig als Flügelmittelstück und Flügelbefestigung dient, ist blau eingefärbt.

Raffiniert ist die Flügelbefestigung gelöst. Mit einem Dübel, der hinten im Rumpf geführt wird und einer M6 Nytonschraube vorn, erhält man eine gut funktionierende und präzise Befestigung.



Das Höhenleitwerk wird in dem vorgeformten Sitz am Rumpf eingeleimt. Der Motorträger inkl. Spant mit Bugradlager ist fertig eingearbeitet. Die Motoraussparung ist für Motoren von 6,5 ccm vorgesehen. Mit Leichtigkeit kann auch ein grösserer Typ eingepasst werden.

Für das Hauptfahrwerk sind im Rumpf die Verankerungen ebenfalls fertig eingegossen.



Der Flügel wird in der neuen MKT-Holzschaumstoff-Bauweise aufgebaut. Mit dem zweiteiligen, innen hohlen Schaumstoffkern, in Verbindung mit dem gefrästen Balsahauptholm erreicht man eine nahezu unzerstörbare Zelle.

Die geformte Nasenbeplankung bewirkt eine ausgezeichnete Profiltreue. Fertiggefräste Endleistenquerruder erleichtern dem Neuling das Einbauen von Querrudern.

Ebenfalls als Neuheit im Flugmodellbau gelten die fertigen weissen GFK Randbögen, die dem Bauer nicht nur viel Schleifzeit abnehmen, sondern auch an den Flügelenden eine optimale Widerstandsfähigkeit gewährleisten. Zum Schluss der Bauarbeiten am Flügel werden diese Randbögen mit Zweikomponenten-Kleber angeleimt.



Das Höhenleitwerk in derselben rationalen Bauweise wird zusammen mit dem Flügel mit Folie bespannt. Die Verarbeitung der Folie mit dem Fön wird empfohlen.

Der Einbau der Steuerung bietet keine Probleme. Im Rumpf ist genügend Raum vorhanden, um einen sauberen und übersichtlichen Einbau vorzunehmen.

Als Tank empfiehlt sich der Graupner 315 ml. Zum idealen Motor erkoren wäre der OS40 FSR. Beim Einbau eines 6,5 ccm Motors ist unter dem Motor, je nach Einbau der Steuerung, 50—100 g Blei einzubauen.

Als Räder empfehle ich 55—60 mm Ø für Pistenbetrieb und Rasenstarts ca. 65 mm Ø.

Tips für den Erstflug:
Das Wichtigste, wie bei allen Flugzeugen, ist die Lage des Schwerpunktes. Idealfall beim Tell, das Modell kippt bei leerem Tank beim Antippen des Seitenruders auf den Schwanz; betankt steht das Modell immer gerade.

Das lenkbare Bugrad darf nur einen minimalen Ausschlag aufweisen. Beim Start, vom Stand aus langsam Vollgas geben, und bei genügend Fahrt hebt der Tell alleine von der Piste ab.

Mit feinen Steuerausschlägen wird das Modell sauber angetrimmt. Für die Landung empfiehlt sich ein gleichmässiger Sinkflug bis auf die Piste.

Nun wünsche ich allen Tell-Piloten viel Freude mit diesem wirklich gelungenen Modell und sage happy landing. Sch.



Spannweite152 cm
Motor6,5-10 ccm
BauweiseMKT-HS Flügelbauweise und bewährte MKT-GFK Fertigelemente
BezugsquelleIhr Fachgeschäft


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