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GROSSERFOLG FÜR DEN SCHWEIZER FESSELFUG AN DER WELTMEISTERSCHAFT 2026 IN PERTH, AUSTRALIEN

von Ursi Borer
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Die drei Fesselflieger Daniel Rota, Guy Ducas und Toni Borer – alle Mitglieder der Modellfluggruppe Breitenbach – erreichen an der Weltmeisterschaft 2026 die Ränge 1, 2 und 3 in der Kategorie Electrospeed F2G. Ein Meilenstein im Schweizer Fesselflug! Wie ist es dazu gekommen?


Über Jahrzehnte wurden Fesselflug-Speedmodelle mit Verbrennungsmotoren geflogen. Diese Technologie hatte jedoch ihre Grenzen erreicht und liess keine wesentlichen Weiterentwicklungen mehr zu. Das Aufkommen von Elektromotoren hat neue Perspektiven eröffnet und vor mehr als 10 Jahren das Interesse von Guy Ducas und Daniel Rota geweckt, Speedmodelle auf die neue Technologie hin anzupassen. «Eines Tages erreichen wir mit einem elektrisch angetriebenen Fesselflugmodell eine Geschwindigkeit von über 300 km/h». Das hatten sich die beiden Freunde aus der Romandie zum Ziel gesetzt.

Man denke aber nicht, elektrisch sei einfach. Alle Komponenten eines Speedmodells mussten von Grund auf neu konzipiert werden. Um das Vorhaben umzusetzen, trafen sich Guy und Daniel mit Fachleuten der ETH, mit Experten für Mechanik, Konstruktion, Elektronik, Aerodynamik und einigen mehr! Nach vielen Rückschlägen, verpassten Starts, beschädigten Motoren, explodierten Reglern, aufgeblasenen Batterien und zerschmetterten Modellen gelang es ihnen 2018, zu einer Grundausstattung zu kommen, die stabile Flüge und Geschwindigkeiten bis 270 km/h ermöglichte. Weitere Optimierungen, Berechnungen, Tests und Rückschläge folgten. 2020 dann der Durchbruch: Der weltweit erste Flug über 300 km/h mit einem Electrospeed-Modell gelang. Das grosse Ziel war erreicht.

In der Zwischenzeit hatte sich Toni Borer, ein Urgestein in der Schweizer Fesselflug-Speedszene, dem Entwicklerduo aus der Romandie angeschlos-



sen. Nun wurde weiter experimentiert und optimiert – und die Resultate wurden immer stabiler. Gleichzeitig wurde auch ein offizielles FAI-Reglement für Electrospeed ausgearbeitet.

2025 wurde auf Initiative der Schweiz die neue Kategorie Electrospeed F2G von der FAI in die Liste ihrer Sportarten aufgenommen. Und im Mai dieses Jahres war es so weit, an der Fesselflug-Weltmeisterschaft wurde Electrospeed erstmals als offizielle Kategorie geflogen. Die grosse Chance war gekommen, das Resultat der langjährigen, intensiven Arbeit zu präsentieren. Und das taten die drei Schweizer Piloten mit Bravour. Mit einer Geschwindigkeit von 307,6 km/h stand nach vier Flügen Daniel Rota als Weltmeister fest. Guy Ducas und Toni Borer doppelten mit Platz 2 und 3 gleich nach. Damit hatte niemand gerechnet. Grossartig! Und das Schönste: Die Schweizer Electrospeeder werden nun von Modellfliegern aus der ganzen Welt als Experten angefragt. Denn viele wollen dem Beispiel folgen und mit Fesselflug-Electrospeed beginnen.

Am 20./21. Juni werden die drei «Helden» im Schwalbennest, der Fesselfluganlage bei Büsserach (SO), in Aktion zu sehen sein. Dann findet der JURA-CUP, einer der traditionellsten europäischen Fesselflug-Wettbewerbe, statt. Und es werden auch Weltmeister aus anderen attraktiven Fesselflug-Kategorien am Start sein. Für Spektakel ist also gesorgt. Weitere Informationen über den Anlass unter www.fesselflug.ch.

Ursi Borer, Mai 2026



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