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Flugmodellbaukurs Herbstferien 75

von W. Heise
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Nicht unter dem Motto «alle Jahre wieder», sondern «Was danach»? möchte ich meine Betrachtungen zum diesjährigen Flugmodellbaukurs wiedergeben. Baukurse kann man durchs ganze Jahr organisieren. In Deutschland gibt es z. B. eine fahrbare Flugmodell-Lehrwerkstatt, sie heisst Dr. Adalbert-Seifriz-Modellflugschule, diese ist sehr gefragt und das ganze Jahr im Einsatz.


Ihr Lehrplan vermittelt theoretische und praktische Kenntnisse, enthält Diaschauen, Filmvorführungen und Übungen im Windkanal. Gebaut wird ein Anfänger-Modell sowie ein grösseres Segelflugmodell. Die Kosten betragen DM 80.— wobei der Baden-Württembergische Landesverband die Kosten für Verpflegung und Unterkunft übernimmt.

Nun, da wir über keine solche Einrichtung verfügen, müssen wir eben andere Möglichkeiten ausschöpfen.

Wir besitzen eine grosse Anzahl Freizeitwerkstätten — Zürich soll in dieser Beziehung über unsere Landesgrenzen führend sein. Mit relativ wenig Einrichtungen lässt sich ein Kurs organisieren. Z. B. für das Aufräumen im Lokal ein Gestell für die Baubretter mit aufgestecktem Flügel etc. Hobelräume sind natürlich das beste, aber auch aus Luftschutzzräumen lässt sich ein Baulokal improvisieren.

Wenn man will, sind die Möglichkeiten für Baukurse immer da, und bei geschicktem Vorgehen steht auch das Verständnis der Behörden auf Ihrer Seite.


Tips für Flugmodell-Lehrer

1. In einem Kurs sollen maximal 15 Teilnehmer betreut werden.

2. Vor allem für jüngere Teilnehmer soll der Kurs in einer kurzen Zeitspanne durchgeführt werden (Wochenkurs).

3. Der Kursleiter baut ebenfalls das gleiche Modell, an dem er jeden Schritt erklärt, aber nicht zuweit ausschweift.

4. Nach jeder Erklärung soll ein Rundgang eingeschaltet werden.

5. Manchmal bedarf es eines persönlichen Handanlegens, damit der Schüler mit dem Material vertraut wird.

6. Schon manches Modell ist erst beim Bespannen missraten, daher dem Bespannen besondere Beachtung schenken.

7. Hie und da eine kleine Theorielektion einschalten und die Pausen nicht vergessen.

8. Den Schülern einprägen: «Sauberes bauen = gute Flüge!»

9. Nach dem Einfliegen einen Wettbewerb organisieren.

10. Den Hochstart bagatellisieren. Viele haben Angst vor dem Hochstarten.


Und nun ...

Bewusst habe ich diesesmal nichts vom AeCS erzählt, als ich aber die verschiedenen Modell-Kategorien erklärte und auf

dem Pausenplatz einen Wurfgleiter vorführte, kam Frage um Frage an mich.

Unter anderem, wo man sich in eine MG melden kann. Sechs Schüler wollen unbedingt dem AeCS beitreten. Ich machte die Schüler auf den Anfänger-Wettbewerb (ca. April) in Losdorf aufmerksam, dieser ist auch offen für Nichtmitglieder.

A propos Jugendwettbewerbe möchte ich meinen, dass man wenigstens eine Jugendwertung in den AeCS-Wettbewerben einbeziehen sollte. Erst hier kann jeder zeigen, wie weit er die Materie schon beherrscht und kleine Erfolge oder Misserfolge im Wettbewerb regen zum neuen zielgerichteten arbeiten an.

Es ist im Interesse sowohl der Jugendlichen, die aus einer modellfliegerischen Betätigung in vielfältiger Weise Gewinn ziehen können, als auch der älteren Kameraden und Modellfluggruppen, wenn man der Jugendarbeit eine grosse Beachtung schenkt, vielleicht frägt einmal jemand nach dem Nutzen unseres Hobbys für die Allgemeinheit (wenn es zum Beispiel um Geländefragen geht) und schliesslich erheben wir ja den Anspruch auf Gemeinnützigkeit. Wo könnte man das besser unter Beweis stellen als hier? W. Heise




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