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Baukurs Monsun, MG Münchenbuchsee

von Andreas Dauwalder
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In Teil 1 des Berichts über unser kleines Jubiläumsmodell BO-209 Monsun habe ich in der MFS-Ausgabe 4/2025 über die Kursvorbereitungen berichtet. Nun standen die drei Kursabende an – die Vorfreude war bei allen Teilnehmern spürbar! Wie viele Flugmodelle des kleinen Monsun-Modells würden wohl nach drei gemeinsamen Bauabenden rohbaufertig auf den Tischen stehen? Dies war unser Ziel (Bild 1).


Miteinander im Baulokal ein Modell bauen, diese Art von Baukurs haben wir noch nie gemacht. Würde dies wohl funktionieren? Ich war sehr gespannt!

Das Material lag für die Kursteilnehmer im Baulokal der MG Münchenbuchsee an den Arbeitsplätzen (Bild 2), ergänzt durch zwei fertiggestellte Modelle als Anschauungsobjekte.



Viele Baukursteilnehmer haben erstmals mit Depron gearbeitet; das Vorstellen der einfachen Werkzeuge und der Umgang mit den Klebstoffen war deshalb eine wichtige Einstiegshilfe (Bild 3). Mithilfe von drei Modellen, welche sich im Bau befanden, konnten die verschiedenen Baustufen am Objekt gezeigt werden (Bild 4); die drei Modellchen dienten immer wieder als willkommene Anschauungsobjekte. Diese Anschauungsobjekte wurden jeweils vom einen zum nächsten Kursabend so weitergebaut, dass sie dem jeweiligen Stand der Kursteilnehmer entsprechen sollten; der Kursleiter war ebenfalls ein bisschen unter Zeitdruck...!



Und nun ging's los:

– Vorgezeichnete Depronteile müssen genau ausgeschnitten werden, eine sehr scharfe Klinge und die richtige Führung der Klinge sind für den Erfolg sehr entscheidend!

– Voll konzentrierter Hochbetrieb in unserem Baulokal (Bild 5); die Konzentration war beinahe greifbar – in der heutigen Zeit eine sehr seltene, aber wohlthuende Erscheinung – auch bei Erwachsenen!

  • Im Nebenraum wurden auf Wunsch Immatrikulationen und andere Gestaltungselemente geplottet.
  • Ebenfalls recht anspruchsvoll war das Biegen der Tragflächen über ein Rundholz (Bild 6).
  • Auch der Umgang mit den kleinen RC- und den Antriebskomponenten muss gelernt sein, eine kurze Einführung hilft da weiter.


Nach drei Kursabenden und etwas «Überzeit» standen dreizehn(!) Rohbauten wie geplant vor den Kursteilnehmern (Bild 7); ein erstes Mal kam grosse Freude auf!

Damit der RC- und Motoreinbau gelang, war ein vierter gemeinsamer Abend notwendig. Der Einbau der kleinen Komponenten stellte eine Herausforderung dar: Fingerspitzengefühl und Geduld waren gefordert (Bild 8). Die Anschauungsobjekte konnten für eigene Detailfragen fotografiert werden; das war sicher eine wertvolle Hilfestellung (Bild 9). Auch die «Malerarbeiten» waren für einige Kursteilnehmer ungewohnt: Auf so einem kleinen Modell sind alle Fehler gut sichtbar (Bild 10). Abschliessend haben die meisten Kursteilnehmer kleine Details wie Antennen und Positionslichter aus Glasperlen, Tritte aus Packband, Trittflächen aus 400er-Schleifpapier usw. individuell angebracht (Bild 11); die Modelle gewinnen mit jedem zusätzlichen Detail an Charme!



Nun erhielten die kleinen Modellchen erstmals «Auslauf»: Gemeinsame Flüge (Bild 12) gelangen an windarmen Abenden auf Antrieb und machten sofort Spass; das spricht für die guten Flugeigenschaften des kleinen Flugmodells! Spannende Flüge in der Halle dürften in der nächsten Hallensaison (Bild 13) sicher folgen; die Modelle sind jedenfalls bereit (Bild 14)!

Auch wenn der Aufwand für dieses kleine Baukursli erstaunlich gross war, so hat der Anlass dank den gemeinsamen Erlebnissen enorm viel Spass gemacht und ich kann andere Modellfluggruppen nur ermuntern, ähnliche Gemeinschaftsanlässe zu realisieren – es lohnt sich! Und: Es braucht für diese schönen Stunden kein teures Modell, welches die Teilnehmer des Anlasses auf vielfältige Art und Weise überfordert! Im Gegenteil: Ein kleines Modell mit bewältigbaren Anforderungen, sei dies beim Bau, beim Fliegen, aber auch bei der Finanzierung ist sicher die Grundlage für gemeinsamen spielerischen Spass am Modellbau!

Was mir beim abschliessenden Betrachten der Bilder aufgefallen ist: Der Baukurs stellt nicht Jugendförderung dar – es nahm nur ein Junior teil – sondern Nachwuchsförderung von neuen Vereinsmitgliedern in fortgeschrittenem Alter; das ist ja auch sehr wertvoll und könnte mit steigendem Durchschnittsalter der Bevölkerung ebenfalls an Bedeutung gewinnen!

Bilder: Philip Rickli, Thomas Kindler, Roland Huchthausen und Res Dauwalder MG Münchenbuchsee




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