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Schweizer Meisterschaft Freiflug 1974, Kategorie F1A

Eine Chance für den Freiflug

von H. Weiss
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73 der 80 Erstplatzierten der Regionalmeisterschaften trafen sich am 1. September zur Schweizermeisterschaft 1974 in Dübendorf. Wo blieben wohl die 7 angemeldeten, aber nicht angetretenen Konkurrenten? Meiner Meinung nach müssten diese Leute zumindest an der nächsten Schweizermeisterschaft zuschauen, auch wenn sie sich in den Regionen wieder klassiert hätten, haben sie doch den rangnächsten Clubkameraden die Plätze weggenommen. Hoffentlich wird sich die neue MFK gelegentlich mit diesem Problem beschäftigen.


Rechtzeitig habe ich mich selbst in der MFK dafür verwendet, dass der Platzjury der Entscheid zur Verkürzung der Hochstartschnur auf 30 Meter gestattet werde, wenn Windverhältnisse eintreten sollten, die Modelle ausserhalb des Platzes niedergehen liessen. Im Zeitpunkt der Probestarts waren die Verhältnisse dann eindeutig so, dass die guten Modelle in drei Minuten den Platz in Richtung Dorf verlassen hätten, sodass die amtierenden Juryleute den einzig richtigen und angebrachten Entscheid fällten: Verkürzung der Leine von 50 auf 30 Meter und Reduktion der Flugzeit

dieser Entscheid endgültig, denn man konnte ja im Laufe des Tages nicht von den Konkurrenten verlangen, sie sollten ihre auf zwei Minuten. Selbstverständlich war

teilweise abgeschnittenen Leinen wieder anknüpfen als sich die Windverhältnisse beruhigten (eine an sich ja höchst selten auftretende Erscheinung).



Einige Konkurrenten glaubten dann, diesen Juryentscheid sehr lautstark kommentieren zu müssen und offensichtlich haben sich einzelne Gemüter (bis hinein in die MFK!) auch heute, einige Wochen nach der Meisterschaft noch nicht beruhigt. Selbst der nachmalige Sieger im Stechen, Armin Rihs, gehörte auf dem Platze zu den Exponenten der 50 Meter-Theorie. Doch warum sind diese Köpfe unter den sonst fortschrittlich gesinnten Modellfliegern wohl so stur?

Warum haben die Vertreter Russlands in der CIAM schon im Jahre 1972 die Verkürzung von Hochstartschnur und Flugzeit beantragt? Sie haben offenbar auch erkannt, dass der Freiflugsport nur neu belebt werden kann, wenn er attraktiver wird. Attraktiver kann er aber nur dadurch werden, dass einerseits die Modelle verbessert und andererseits das Verlust- und Bruchrisiko verkleinert wird. Durch die gleichzeitige Erhöhung der Anzahl Starts pro Wettbewerb wird gleichzeitig ein noch besserer Leistungsvergleich möglich. Gerade wir Schweizer müssen dieser modernen Entwicklung volle Unterstützung bieten, denn ausgerechnet wir verfügen ja über keine Plätze auf denen Flugzeiten von drei Minuten ohne Risiko erfliegen werden können. Attraktiv ist es nicht, wenn ein Konkurrent auf 50 Metern einen sicheren «Schlauch» findet und hernach zehn und mehr Leute einfach hinrennen und ihre teilweise sehr alten Baukastenmodelle «hineinhängen». Mit 30 Metern wird diese Erscheinung sicherlich bald auch wieder kommen, doch benötigt dies, wegen der thermischen Verhältnisse, wesentlich bessere Modelle und hier liegt doch für den Bastler und Aerodynamiker der Ansporn. Im übrigen war die Veranstaltung in Dübendorf ein voller Erfolg und es wurden viele sehr gute Resultate erfliegen. Walter Haller, Dintikon, und Armin Rihs, Basel, mussten nach je 7 erreichten Maxima à 120 Sekunden zu einem Stechen antreten, welches dann Armin Rihs mit einem knappen Vorsprung von 9 Sekunden zu seinen Gunsten entschied.

In der Kategorie Sonderkonstruktionen mit 31 Konkurrenten erflieg Hansruedi Jnäbnit aus Buchs 606 von 840 möglichen Punkten, vor Karl Meier, Bern, 600 Punkten also mit 30 Meter Schnur ausgezeichnet einsetzen.

Abschliessend möchte ich der Modellfluggruppe Dübendorf für die gute Organisation und Heinrich Disler und Frau für die wie üblich einwandfreie Auswertung bestens danken.


Rangliste F1A
1. Rihs ArminBS840 + 67
2. Haller WalterDN840 + 58
3. Gaensli FritzDU817
4. Tschopp WalterSG804
5. Jnäbnit HansruediBU795
6a. Wiederkehr ErnstAU773
6b. Weiss HeinzAF773
8. Kohler AndréLS763
9. Bucher JosefST761
10. Maurer PeterBE755
11a. Siebenmann DieterAF751
11b. Riediker MartinBZ751
13. Czervinka JanBBC746
14. Bènes JosefTU745
15a. Dolder AndréLU740
15b. Frey MaxDU740
17. Lanz UeliBE727
18a. Wirz BernhardST719
18b. Burtscher ViktorAF719
20. Suter MaxDN709
21a. Gerini PierreLS708
21b. Geiser TheoLA708
23. Häuselmann HansruediAF705
24. Müellner GerhardDU700
25. Weber HansNW687
26. Oeggerli WernerOL683
27. Jeger HeinzLF669
28. Zwahlen AdolfDN664
29. Borel OlivierLS663
30. Schmitter Paul jun.TU659
31. Sager KurtSW653
32. Bleuer KurtGR638
33. Marmy PierreFB631
34. Bucher AntonST627
35. Reist WillyBE625
36. Waser JosefNW621
37. Michel HansLA617
38a. Tanner HansDN604
40. Meier KarlMA604
38b. Tosonovski KurtBE599
41. Kohler MarcelLS595
42. Minder WalterBS577
43. Heutschi PeterBL570
44. Spahr FritzGR569
45. Homberger BrunoLU568
46. Benz KurtSG565
47. Schlachter ErnstTU558
48. Schmitter Paul sen.TU555
49. Tschopp H.-WalterSG548
50. Burgener RolandBE539
51. Riva CarloGR532
52. Lambert MichelFB531
53. Herbst AndreasSG522
54. Martin AlinLY521
55. Bänninger ErnstHE519
56. Andrist UliTU514
57. Senn MaxDU512
58. Meier MaxAU510
59. Freudiger G.BS488
60. Felix DanielBB487
61. Geiser WillyOL480
62. Rothenberger ChristianDU476
63. Bienz CharlesFB473
64. Meier MartinTU469
65. Bluntschi BrunoLF463
66. Gehrig WalterDN451
67. Bolthauser JngoTA436
68. Bangerter Hans-UlrichTU429
69. Abderhalden EduardHE404
70. Barbey JosefBL398
71. Tobler RichardTA395
72. Meier Hans-RuediBBC290
73. Clément MarcelLY227


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