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RC-Hangsegelflug auf dem Hoch-Ybrig

von H. R. Schläpfer
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Organisation: Region 5



Erhöhte Anforderungen an die fliegerische Leistung und an das taktische Können

Die RCS-Hang-Schweizer-Meisterschaft aus der Sicht eines Mitgliedes der RC-Segelflug-Subkommission.

Anlässlich der Schweizer Meisterschaft am 4. September 1977 auf dem Hoch-Ybrig, konnte ein Jahr des Erfahrungssammelns mit dem neuen provisorischen RC-Hangsegelflug-Reglement abgeschlossen werden. Aus verschiedenen Modellflugregionen wurden uns im Laufe dieses Jahres konkrete Vorschläge zur Verbesserung des Reglementes unterbreitet, wobei in überwiegendlicher Mehrheit das neu gestaltete Programm als sehr positiv bewertet wurde. Es war unser Ziel, dass an die fliegerische Leistung und an die taktischen Erfordernisse der Piloten wie auch an die Modelle erhöhte Anforderungen gestellt werden



sollen. Wie die Reaktionen von Seiten der Konkurrenten bestätigen, ist uns dies gelungen. Einige Einzelheiten bedürfen jedoch einer Überarbeitung, um den Wettbewerb in der Praxis zu verbessern.

Das allergrösste Problem bei RC-Segelflugwettbewerben allgemein stellt sich immer wieder an den regionalen Ausscheidungen, welche in den grossen Modellflugregionen Teilnehmerzahlen mit über 100 Konkurrenten aufweisen. An der Schweizer Meisterschaft konnte der Wettkampf infolge sehr schlechten Wetters erst um 12.00 Uhr begonnen werden. Mit 40 Konkurrenten, welche in Vierergruppen aufgeteilt wurden, konnten aber dennoch vier Durchgänge absolviert werden. Dies ergibt über diese fünf Stunden verteilt einen Aufwand von durchschnittlich 1 1/4 Stunden pro Durchgang, resp. zwei Minuten pro Konkurrent.

Bei einer Teilnehmerzahl von 120 Konkurrenten und bei Fünfer-Startgruppeneinteilungen müssten ungefähr drei Stunden pro Durchgang veranschlagt werden. Somit können an einem Wettbewerbstag lediglich zwei Durchgänge durchgeführt werden. Das ist bei RC-Segelflugwettbewerben einfach viel zu wenig. Der Glücksfaktor bei den sich dauernd ändernden Aufwindverhältnissen in der Schweiz wird jeden RC-Segelflugwettbewerb mit nur zwei Durchgängen zur Farce machen. Von einem fairen Wettkampf kann keine Rede sein.

Im weiteren wurde von verschiedenen Seiten festgestellt, dass der heutige Wertungsmodus zu wenig klassiert. Als Lösung wurde vorgeschlagen, die effektiv erfolgte Messzeit in die Wertung miteinzubeziehen. Speziell bei schwachen Aufwindverhältnissen trat dieser Mangel offensichtlich zutage.


Als wir uns in der RC-Segelflug-Subkommission Gedanken über den Zeitfaktor machten, stiessen wir auf eine Lösung, die gleich beide obengenannten Probleme lösen kann:

Im revidierten Reglement soll eine gruppenbezogene Wertung eingeführt werden. Das heisst: Der Pilot jeder Startgruppe, welcher innerhalb dieser Startgruppe die beste Leistung erbringt, erhält für diese Leistung 1000 Punkte. Die restlichen Piloten der gleichen Startgruppe erhalten eine prozentuale Punktzahl gegenüber der Leistung des Gewinners der Startgruppe.

Eine solche Lösung eröffnet ganz neue Perspektiven im RC-Hangsegelflug. Der Einfluss der sich während der Dauer eines Durchganges dauernd ändernden Aufwindverhältnisse fällt völlig weg. Selbst wenn während eines Durchganges die Windrichtung dreht, kann sofort auf den Ausweichhang ausgewichen werden, ohne das Ende des Durchganges abwarten zu müssen.

Auf ein Streichresultat kann unter diesen Umständen verzichtet werden, was den Piloten, welche eine ausgeglichene Leistung erbringen, bessere Chancen einräumt.

Auf dieser Basis haben wir die Resultate der Schweizer Meisterschaft nachgerechnet und festgestellt, dass dadurch eine eindeutige Klassierung erreicht wurde. Allerdings haben sich die Piloten nicht auf eine solche Wertung eingestellt.

Auf die Miteinbeziehung der effektiven Flugzeit in die Wertung kann jedoch verzichtet werden.


Damit nun aber Wettbewerbe mit gruppen- bezogener Wertung einen wirklich fairen Wettbewerb sicherstellen, musste eine einwandfreie Auslosung der Konkurrenten für die Startgruppen mit verdecktem Namen und unter Aufsicht vorgeschrieben werden. Im weiteren wurde beanstandet, dass die zur Verfügung stehende Zeit nach dem Überfliegen der Ziellinie bis zur Landung zu kurz sei. Wir haben diesem Problem Rechnung getragen, indem wir beantragen, diese Zeit von bisher 30 Sekunden auf 60 Sekunden zu erhöhen. Die Disziplinszeit soll jedoch unverändert 8 Minuten betragen. Sehr klar trat zutage, dass die geforderte Gesamtdistanz des Dreiecks von 600 Metern in der Praxis zu gross ist. Die vorgeschlagene Verkürzung auf 300 Meter trägt ebenfalls zu einer besseren Differenzierung der Klassierung bei und entspricht der bereits mit Erfolg praktizierten Distanz. Auf Grund verschiedener Auslegungen wurde beschlossen, die Start-/Ziellinie klarer zu umschreiben und Richtlinien über die begrenzte Ausdehnung in der Breite der Linie festzulegen.

Wir sind überzeugt, dass diese Änderungen, obwohl ja nie alle Eventualitäten in einem Reglement abgesichert werden können, den RC-Hangsegelflug-Wettbewerb noch interessanter und vor allem für die Konkurrenten fairer machen.

Das Resultat soll tatsächlich von der Leistung des Piloten und des Modells abhängen und nicht mehr ausschliesslich vom Glück.

Wir haben deshalb der RC FAKO einen entsprechenden Änderungsantrag gestellt und hoffen, dass wir dieses revidierte Reglement 1978 definitiv zur Anwendung bringen können.

Ich möchte allen Kameraden, welche sich die Mühe genommen haben, uns mit auf- bauender Kritik, sei es in mündlicher oder schriftlicher Form, zu unterstützen, an dieser Stelle recht herzlich danken.

Da auch dieses Reglement sicher nicht für alle Ewigkeit geschaffen ist und nicht ohne Revisionen und Neukonzepte auskommt, bitten wir schon heute alle Modellflieger, ihre Erfahrungen, Vorschläge und Kritiken uns laufend mitzuteilen oder über die regionalen Fachreferenten an die RC FAKO weiterzuleiten.

Auf ein grosses Echo aus den Reihen der Konkurrenten sind wir angewiesen.



bauender Kritik, sei es in mündlicher oder schriftlicher Form, zu unterstützen, an dieser Stelle recht herzlich danken.

Da auch dieses Reglement sicher nicht für alle Ewigkeit geschaffen ist und nicht ohne Revisionen und Neukonzepte auskommt, bitten wir schon heute alle Modellflieger, ihre Erfahrungen, Vorschläge und Kritiken uns laufend mitzuteilen oder über die regionalen Fachreferenten an die RC FAKO weiterzuleiten.

Auf ein grosses Echo aus den Reihen der Konkurrenten sind wir angewiesen.



RCS-Hang auf dem Hoch-Ybrig

Organisation: Region 5


Rangliste
1. Scherrer MarcelWE3250
2. Baumgartner RuediWT2850
3. Haigis ErnstSG2750
4. Müller AndreasTA2550
5. Bindemann H. J.BZ2450
6. Stürchler PaulBR2400
7. Engler StephanWO2350
Disler PeterOB2350
Hunziker RenéLY2350
10. Röthlisberger ArminTU2300
Schnyder MarcEM2300
12. Steinmann JürgOB2000
13. Weber HansjürgRO1950
Rascher PeterEL1950
15. Miotti BrunoWT1900
16. Nünlist KurtGT1800
Eich KurtRO1800
18. Rumpold HelmutWT1750
19. Zülsdorf FrankSG1700
20. Gautschi EdgarWT1650
21. Meier PeterOB1600
22. Meuwli BrunoFG1450
Zeltner PeterSB1450
24. Hentschi RolfBL1400
25. Dietschi R.NE1300
Hefti PeterEB1300
Grünenwald HansWE1300
28. Schaub RudolfMB1150
29. Viret PhilippeGE1050
Hürlimann KarlWH1050
31. Kundela PaulRS1000
Kälin KarlEI1000
33. Furer ArnoldTU850
Henseler WalterEM850
35. Lucian AntonRS700
36. Gerber UeliTU550
Ochsenbein KarlEI550
38. Bachmann MarcelEM400
39. Beer HansLS300
40. Gemperle KurtDI250
41. Gerber ErnstTU150


Links: Dass die nicht organisieren können, sieht man hier ganz deutlich, regnete es doch am Vormittag tatsächlich ... jemand soll dies in einer seiner Kinderstube entsprechenden Sprache scheint's noch viel deutlicher gesagt haben.




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