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YOUNG SILENT WINGS: SPORTFÖRDERUNG FÜR JUNIOREN

von Andrea Bolliger
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Das Young-Silent-Wings-Förderprogramm richtet sich an Jugendliche im Alter von circa 12 bis 16 Jahren, die bereits Modellflugzeuge steuern können und sich einem Modellflugverein angeschlossen haben. Die jüngste Ausgabe fand vom 23. bis 25. April 2026 mit 14 Teilnehmern im Air Force Center Dübendorf statt.


Im Förderprogramm lernen die Jugendlichen, wie ein Segel- oder ein Kunstflugmodell auf- und fertig zusammengebaut, programmiert und eingeflogen wird. Dafür müssen sie mindestens Grundfertigkeiten beim Fliegen mitbringen und einem Modellflugverein des Schweizerischen Modellflugverbands angehören. Vor ein paar Jahren wurde der Kurs neu definiert, vom reinen Ferienpass/Baukurs hin zu einem Programm für die Nachwuchsförderung im Sportbereich. Mit dem Bau und dem Einfliegen der Modelle ist der Kurs nicht abgeschlossen. «Viel wichtiger», betont Martin Schneebeli, «ist, dass die Teilnehmenden an den nachfolgenden Trainings mitmachen und im Modellflugsport vorwärtskommen.» Fünf bis sechs solche Trainingstage werden pro Jahr angeboten und getrennt nach Sparte – Segelflug oder Kunstflug – durchgeführt, wobei auch die Absolventen aus den Vorjahren daran teilnehmen können. Wichtig ist dabei, dass sich die Jugendlichen gegenseitig motivieren und sie voneinander lernen und profitieren können.


Unterstützung für Jugendliche

Der Kurs wird vom Modellflugverband Region Nordostschweiz (NOS) primär für die Wettbewerb-Nachwuchspiloten aus der Region ausgerichtet und findet jeweils während der Zürcher Schulferien im Frühling statt. Jugendliche aus anderen Kantonen und Regionen sind aber ebenfalls herzlich willkommen. So nahmen dieses Jahr ein Nachwuchspilot aus Obwalden und einer aus Appenzell den langen Anfahrtsweg in Kauf. Mit Ausnahme des Vorjahres im Technorama Winterthur findet der Kurs immer im Air Force Center in Dübendorf statt, das auch den für den Kurs notwendigen Rahmen (Flugzeuge) bietet.

Für die Teilnehmer und Helfer der Vereine aus dem Kanton Zürich erhält der Verband einen finanziellen Beitrag vom Zürcher Kantonalverband für Sport. Der Schweizerische Modellflugverband unterstützt die Jugendlichen ebenfalls mit einem Anteil an den Modellen. Zudem leisten auch die Händler einen Beitrag, welche die Modelle und das Zubehör zu vergünstigten Konditionen abgeben. Den 14 Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren, die dieses Jahr teilnahmen, standen um die 14 Helfer zur Seite, die sie beim Bau und dem Einrichten der Modelle mehr oder weniger tatkräftig unterstützten.


Unterschiedliche Fähigkeiten auf einen Nenner bringen

Die Teilnehmer konnten zwischen drei Modellen wählen, die sie zu vergünstigten Preisen erwerben konnten. So richtet sich der Kursbeitrag nach dem gewählten Modell. Inbegriffen sind Zubehör, Motor und Servos sowie eine einfache Mittagsverpflegung. Sender und Empfänger müssen die Jugendlichen mitbringen. Für den Aufbau des Marabu-Seglers (F5J) und des Kunstflugmodells Mythos 50E (F3A) waren drei Tage vorgesehen. Mit einer Extra 330 stand zum ersten Mal ein «Schaum-Modell» zur Auswahl, dessen Zusammenbau, Fertigstellung und Programmierung sich in nur einem Tag bewältigen liess. Vier Teilnehmer entschieden sich für dieses – auch preiswertere – Modell.

Um den Tag beim Bauen etwas aufzulockern, stand den Jugendlichen auch ein Modellflugsimulator zur Verfügung. Dieser offenbarte bald, dass noch nicht alle sattfest im Starten, Fliegen und vor allem Landen mit einem Modellflugzeug sind. Eine Herausforderung für die 12- bis 16-Jährigen stellte auch der Zusammenbau des Seglermodells dar. Beim Leimen von Hölzchen und deren Einbau lernten sie rasch, wie unumgänglich es ist, die vorgegebene Reihenfolge einzuhalten. «Was sie noch nie falsch gemacht haben, können sie noch gar nicht wissen», meint Martin Schneebeli. Die Programmierung der Modelle stellt danach noch eine weitere Herausforderung dar. Jeder Jugendliche muss seine eigene Fernsteuerung mitbringen, was auch die Helfer herausfordert, die sich mehr oder weniger gut mit den unterschiedlichen Marken auskennen.


Raus an die Frühlingssonne

Waren die ersten zweieinhalb Tage zum Bauen, Ausrüsten und Programmieren der Modelle vorgesehen, ging es am Donnerstagnachmittag für alle Teilnehmer zum Modellflugplatz nach Uster. Die Transportlogistik ist hier auch nicht zu unterschätzen bei so vielen Teilnehmern. Unter fachkundiger Anleitung der beiden Trainer Matthias Bossard (Kunstflug) und Andreas Schwerzmann (Segelflug) lernten sie, wie man die Modelle einfliegt. Dazu gehört auch das Einstellen des korrekten Schwerpunkts und der Ruderausschläge. Das Einfliegen konnte bei den meisten erfolgreich abgeschlossen werden, obwohl die Bise relativ stark in die Quere gekommen ist. «Ich habe bisher keinen der Jungen beim Spielen mit dem Mobile gesehen», sagt Schneebeli beeindruckt. Auch nicht in der Mittagspause. Das physische «Miteinander etwas erleben» überzeugt offensichtlich auch heute noch. ■

Das Interview führte Andrea Bolliger




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