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Auf höchstem Niveau

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Internationaler F3B-World-Cup-/Eurotour-Wettbewerb, der gleichzeitig als Schweizermeisterschaft 2023 gewertet wird


Seit 2014 zum neunten Mal haben wir für die Durchführung des internationalen F3B-Wettbewerbes um den Hohenstoffeln-Pokal Gastrecht genossen auf dem Segelflugplatz Binningen im Grenzgebiet zur Schweiz, in der Nähe von Thayngen SH.

Die schwierige Aufgabe der Gesamtorganisation und die jeweils acht Helfer unter den Visieren für die zwei Tage zu finden, wurde von Thomas Kübler mit viel Zeitaufwand optimal gelöst. Er konnte auch den Obmann der MG Diessenhofen, Andreas Beetschen, mit seinen Kindern für die Wirtschaft gewinnen.

Im Gegensatz zu «Vor-Corona-Zeiten», als bei der Ausschreibung eine maximale Teilnehmerzahl definiert wurde, verlangten wir eine minimale Anzahl von 30 Piloten. Der Aufwand für die Organisation, für das Rekrutieren von zwölf Helfern und für das Aufstellen der Anlage ist so gross, dass er sich für nur acht bis zehn Schweizer Piloten nicht lohnt. Da jedoch das Interesse an internationalen F3B-World-Cup-/Eurotour-Wettbewerben immer noch vorhanden ist, konnten wir genau 30 Teilnehmer aus der Schweiz, Deutschland,

Österreich, Holland und Tschechien mobilisieren.


Leider war dann das Wetter nicht optimal, doch wir schätzen uns glücklich, dass während der zwei Tage trotz des Regens noch zwei komplette Durchgänge und zwei Disziplinen geflogen werden konnten. Der Wind wehte meist ganz schwach von Südwesten, so dass wir die Ostwindenlinie schliessen konnten. Alle drei Speed-Flüge waren ähnlich schnell; die schnellste Zeit flog Steffen Besemer (D) mit 15,05 s. Mit 29 Strecken schaffte Andreas Herrig (D) den Distanz-Rekord. So wenige Pannen und Flugwiederholungen hatten wir noch nie. Dazu, und auch zu einem beschleunigten Ablauf, hat der Wettbewerbsleiter Kurt Strasser massgeblich beigetragen. Ein weiteres Mal hat sich auch unsere Messanlage bestens bewährt, mit der wir über eine der modernsten in der Szene verfügen. Eine von der SMV dankenswerterweise finanzierte Revision hat sie vor einiger Zeit auf den neuesten Stand gebracht.

Die Anlage war 1990 vom damaligen Tarantula Team Luzern (TTL) mit Rainer Amman, Roland Müller und Erwin Dahinden entwickelt worden und war schon damals das mo-



dernste System weltweit. Eine echte Pionierleistung, deren Software aber mit der Zeit unbrauchbar wurde, da sie in alten Programmiersprachen geschrieben war. 2015 schrieb unser MG-Mörsburg- und MG-Winterthur-Mitglied David Bender das Programm neu in zeitgemässen Java und in C und entwickelte dazu eine neue, leicht bedienbare CPU. Dies ermöglicht uns, Flugzeiten und Anzahl Strecken automatisch zu erfassen und in die Ranglisten einfließen zu lassen. David bedient die Anlage auch während der Wettbewerbe.

Der Hohenstoffeln-Pokal, ebenso wie die Schweizer Meisterschaft, wurde ein weiteres Mal von unserem Spitzenpiloten Andreas Böhlen (F3F Swiss Pilots) gewonnen. Er rangierte vor Thomas Kübler (MG Diesenhofen) und Hansruedi Zwingli (MG Altstätten).

Bei den Modellen scheint das Ende der Entwicklung langsam erreicht, seit vier Jahren gibt es nichts Neues mehr auf dem



Markt. Am häufigsten waren der Freestyler 6 von TUD Modelltechnik zu sehen und einige Pike Precision 2 von Samba

Model, während der Device von Weberschock Development wohl verschwinden wird, weil der Hersteller in der Ukrai-

ne infolge des Krieges nicht mehr produzieren kann.

R. Schaub



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