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Wurfgleiter — ein Spass nebenbei

von W. Heise
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Unter dem Motto «weniger Bauzeit, mehr fliegen» kann man wohl den Versuch mit einem Wurfgleiter bezeichnen. Denselben kann man bauen als Anfängermodell, zwischen einem grossen Werk als Entspannung oder rein zum Plausch. Das abgebildete Modell «Sweepette» war während 5 Jahren amerikanischer Meister.


Die beste Erfahrung auf diesem Gebiet besitzt sicher der Konstrukteur, Lee Hines. In einigen Ländern werden schon seit 1965 Wettbewerbe in dieser Kategorie durchgeführt (Deutschland, England, Amerika etc.). Die MG-Zürich hat schon interne Wettbewerbe durchgeführt, wobei Flüge ausser Sichtweite vorkamen.


Bau des Modells

Die Flügelform wird in einem Stück aus Balsabrett, weich, 6 x 100 mm geschnitten. Ebenfalls die Bearbeitung wird am ganzen Flügel vorgenommen. Danach werden die Knicke geschnitten und die stirnseitigen Winkel mit entsprechenden Unterlagen genau geschliffen. Die Leitwerksteile werden am besten auf einer Glasplatte profilförmig geschliffen. Der Rumpf wird aus einem harten Balsabrett, 6 mm dick, geschnitten und geschliffen. Flügel und Rumpf werden 3—4 mal mit Spannlack gestrichen. Nach jedem Anstrich mit feinem Schmirgelpapier schleifen. Leitwerksteile nur 2 mal. Gewicht eines Wurfgleiters für ruhiges Wetter 21—26 g, für rauhes Wetter 28—34 g.


Einfliegen und Wurftechnik

Höhen- und Seitenleitwerk werden nur an der vorderen Hälfte angeleimt. Der Schwerpunkt liegt bei 55 mm von Vorderkante Flügel. Es empfiehlt sich, etwas mehr Blei anzuleimen, das beim Eintrimmen abgeschliffen werden kann. Winkelveränderungen können nun am Höhensteuer vorgenommen werden (Spickel heraus schneiden oder einsetzen). Beim Gleitflug soll das Modell eine leichte Rechtskurve fliegen.

Zum Werfen legen wir den Zeigefinger in die Aussparung an der Endleiste, mit Daumen und Mittelfinger halten wir den Rumpf beim Schmirgelpapier. Mit nach unten hinten gestrecktem Arm rennen wir ein paar Schritte vorwärts und schleudern den Gleiter mit kräftiger Armdrehung nach vorne, wo wir denselben auf Kopfhöhe loslassen. Erreichbare Höhe 15—20 Meter. Jeder Start wird nicht gelingen, denn auch hier braucht es Übung und Training.

Im Anschluss an den Reg. Hochstartwettbewerb am 6. 5. 1973 werden wir zwischen dem letzten Start und der Rangverkündigung einen Wettbewerb durchführen. 10 Starts, die 5 besten werden gewertet. Max. pro Flug 90".

Ich wünsche allen viel Spass beim Bauen und Fliegen. W. Heise




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