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Zum "Ausländerproblem"

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Zum «Ausländerproblem»

Dass es auch im Modellflug ein Ausländerproblem gebe, wusste man an zuständiger Stelle schon seit zehn Jahren und es existieren auch Eingaben und Anträge in dieser Richtung. Aber wie so manches


Problem erst gelöst wird, wenn einem das Wasser am Hals steht, ist der Stein auch erst nach dieser Schweizer Meisterschaft ins Rollen geraten. Es soll sogar eine Presse geben, welche Wolfgang Matt nicht als Schweizermeister sondern «nur» als Gewinner deklariert hat. Bevor man jedoch diese Zeitungen verurteilt, muss man ihnen auch zugute halten, dass es einigermaßen «abnormal» ist, dass Bruno Giezendanner wohl mit Abstand bester Schweizer Pilot war, nicht aber Schweizermeister. Das gibt es nirgends. Nicht einmal beim Segelflug, der ja eigentlich auch dem AeCS angeschlossen ist. Entstanden ist das Ganze vermutlich dadurch, dass im Schweizer Modellflug sehr viele Ausländer mitwirken, bisher aber nie an Weltmeisterschaften für andere Länder gestartet sind, wie das heute bei Matt und Schaden der Fall ist. Wolfgang wehrt sich zurecht für seinen Titel, da er nach unseren Reglementen diesen Titel auch wirklich verdient. Juristisch gesehen bedeutet das, dass es sich bei unseren Schweizermeisterschaften nicht etwa um Meisterschaften von nationalem Charakter handelt, sondern lediglich um reine Clubmeisterschaften, wo selbstverständlich jedes Clubmitglied Anrecht auf den Titel hat. Man darf Reglemente und Ranglisten nie zum Dogma erheben, auch sie kommen, gehen und werden ersetzt – vergessen. Andererseits bedeutet dies auch eine ge-



wisse Ernüchterung in der Beziehung zum Schweizer Aero Club, da natürlich mit dem selben Recht jede private Modellfliegervereinigung eigene Club-Schweizer-Meisterschaften ausschreiben und durchführen kann. Dumm sind alle diejenigen, welche bei solchen Geschichten auf Phanatismus und Chauvinismus machen. Mit Hetzjagden auf die einen oder andern Sportler ist niemandem gedient, dem Sport zu allerletzt. Verbitterung und Enttäuschung ist das schlimmste Ende eines Aktiven und die schlechteste Reklame für einen Verband. Vor Jahren ist Wolfgang Matt in einer echt vaterländischen Liechtensteiner-Zeitung als «Wahrer Weltmeister» gefeiert worden. Er weiss deshalb nur zu gut, was er von seiner «Degradierung» in der Schweizer Presse zu halten hat – zurück bleibt nichts als ein leeres Gefühl, ein schlechter Geschmack, wie nach einer durchzechten Nacht, von der alle behaupten wie «gemütlich» doch alles gewesen sei. Gi



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